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12.02.2013 - 09:42 Uhr

Windows mit nützlichen Desktop-Tools aufrüsten

Mit den Tools & Tipps aus diesem Artikel rüsten Sie viele nützliche Funktionen nach.
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Mit den Tools & Tipps aus diesem Artikel rüsten Sie viele nützliche Funktionen nach.

© Thinkstock / iStockphoto

Der Windows-Explorer bietet die wichtigsten Funktionen, ist aber bei Weitem nicht perfekt. Mit den Tools & Tipps aus diesem Artikel rüsten Sie viele nützliche Funktionen nach.

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Der Explorer ist in Windows für den Desktop und den Datei-Manager zuständig. Auch Standarddialoge wie "Öffnen" und " Speichern" in Programmen werden vom Explorer und ein paar zusätzlichen Programmbibliotheken zur Verfügung gestellt. Das Interessante am Windows-Explorer ist, dass er sich erweitern lässt. Das passiert bereits bei vielen Programminstallationen, etwa wenn eine Software Dateinamenserweiterungen für sich beansprucht.

Was womit geöffnet werden soll, ist in der Registry abgelegt. Andere Programme verewigen sich im Kontextmenü (per Rechtsklick aufrufbar) von Dateien und Ordnern. Darüber lassen sich dann bestimmte Operationen mit dem ausgewählten Element durchführen.
Der Artikel stellt neun nützliche Erweiterungen für den Windows-Explorer sowie alternative Programme, die Ihnen bei der täglichen Arbeit helfen, ausführlich vor. Das Ziel der meisten Programme ist, häufig benutzte Funktionen schneller aufzurufen und Mängel des Windows-Explorers zu beseitigen. Alle Tools sind kostenlos und im Internet zu finden.

7-Zip: Packen und Entpacken mit Explorer-Integration

Der Windows-Explorer bietet zwar bereits eine Funktion zum Packen und Entpacken von ZIP-Dateien – doch die ist weder besonders schnell noch komfortabel. Besser geht’s mit dem kostenlosen Packprogramm 7-Zip, von dem es eine 32-Bit- und 64-Bit-Variante gibt. Ob und wie 7-Zip im Windows-Explorer erscheint, können Sie über den "7-Zip File Manager" selbst festlegen. Rufen Sie das Programm als Administrator auf, und gehen Sie auf "Extras ➞ Optionen".

Auf der Registerkarte "System" legen Sie fest, für welche Dateitypen 7-Zip zuständig sein soll, beispielsweise "7z", "zip" und "rar". Auf der Registerkarte "7-Zip" setzen Sie ein Häkchen vor "7-Zip in Kontextmenü integrieren", wenn das 7-Zip-Kontextmenü bei Ordnern und Dateien erscheinen soll. Ein Häkchen vor "Kontextmenü kaskadieren" bewirkt, das es nur den platzsparenden Eintrag "7-Zip" mit einem Untermenü gibt. Wählen Sie in der Liste darunter die gewünschten Menüeinträge aus, und klicken Sie zum Abschluss auf "OK" .

Benutzerdefiniertes Kontextmenü: 7-Zip bietet auch ein Kommandozeilenprogramm, das Sie für spezielle Aufgaben einsetzen können. Es dient hier gleichzeitig als Beispiel dafür, wie Sie Programme über die Registry in das Kontextmenü des Explorers einbauen können. Mit der Befehlszeile " C:\Program Files\7-Zip\7z.exe" a Dokumente.7z -pGeheim -mhe "C:\Dokumente" beispielsweise packen Sie den Inhalt des Ordners C:\Dokumente und aller Unterordner in das Archiv Dokumente.7z. Der Inhalt wird verschlüsselt und ist danach nur nach Eingabe des Passworts "Geheim" wieder zu entpacken. Die Option "-mhe" bewirkt, dass auch die Ordner- und Dateinamen im Archiv verschlüsselt werden. Damit diese Befehlszeile sich einfach über das Kontextmenü aufrufen lässt, drücken Sie die Tastenkombination Win-R, geben regedit ein und bestätigen mit "OK". Gehen Sie im Registrierungs-Editor auf " Hkey_Classes_Root\Directory\shell". Legen Sie hier über einen rechten Mausklick den neuen Schlüssel 7-Zip verschl. und darunter den Schlüssel command an. Klicken Sie im rechten Teilfenster doppelt auf "Standard", und fügen Sie unter "Wert" die Zeile "C:\Program Files\7-Zip\7z.exe" a "%1".7z -pGeheim -mhe " %1" ein. Sollte 7z.exe in einem anderen Verzeichnis installiert sein, passen Sie den Pfad entsprechend an. "Geheim" ersetzen Sie durch ein ausreichend langes und sicheres Passwort. "%1" ist ein Platzhalter und wird vom Explorer jeweils durch den kompletten Pfad des Ordners ersetzt, von dem aus Sie den neuen Kontextmenüeintrag " 7-Zip verschl." aufrufen. Dabei wird ein 7z-Archiv im übergeordneten Verzeichnis erstellt, das den Ordnernamen mit der Endung ".7z" trägt. Die Anführungszeichen um "%1" sind nötig, damit Leerzeichen im Pfad geschützt und von 7z.exe nicht als Trenner zum nächsten Parameter interpretiert werden.

Wenn Sie möchten, dass der Kontextmenüeintrag auch bei Dateien erscheint, legen Sie die Schlüssel auch unter " Hkey_Classes_Root\*\shell" an.Das beschriebene Verfahren genügt natürlich keinen hohen Sicherheitsanforderungen, weil andere Personen das unverschlüsselte Passwort in der Registry leicht auslesen können. Für privat genutzte PCs reicht es jedoch aus und ist vor allem dann nützlich, wenn Sie häufig 7z-Archive mit einem Standard-Passwort versehen und per E-Mail verschicken müssen.

File Mind: Schneller Explorer-Ersatz

File Mind ist ein Ersatz für den Windows-Explorer, der sich vor allem durch seine hohe Geschwindigkeit auszeichnet. Diese wird unter anderem dadurch erreicht, dass die Entwickler auf die herkömmliche Baumansicht verzichtet haben. Sie müssen nur das gewünschte Laufwerk in der Symbolleiste anklicken und können dann –wie im rechten Fensterbereich des Explorers – durch die Ordner navigieren. Die Stärken des Programms liegen in den ausgefeilten und schnellen Filterfunktionen. Die Anzeige lässt sich über einen Klick auf "Bild" oder ".avi" auf bestimmte Dateitypen beschränken. File Mind zeigt dann alle passenden Dateien im aktuell ausgewählten Ordner und allen Unterordnern. Über die Eingabezeile hinter "Filter" können Sie dann das Ergebnis zusätzlich auf bestimmte Dateinamen eingrenzen.

Fenrir FS: Dateien besser ordnen und finden

Fenrir FS bietet eine innovative Methode, Dateien auf der Festplatte zu klassifizieren und zu ordnen. Das Programm weist Dateien automatisch "Labels" zu, die es aus dem Dateinamen oder Pfad gewinnt. Sie können aber auch eigene Labels vergeben und damit Dokumente neu ordnen und später filtern. Das Programm bietet mehrere Ansichten, darunter auch eine Vorschau für PDF-Dateien, Bilder oder Audiodateien. Um diese zu aktivieren, klicken Sie auf die Schaltfläche rechts oben und wählen "Wide Screen View".

Immersive Explorer: Der Kachel-Explorer

Immersive Explorer ist ein Explorer-Ersatz für Windows 7 und 8. Das Programm orientiert sich am Kacheldesign von Windows 8 und erlaubt den Zugriff auf Ordner ähnlich wie der Windows-Explorer. Es gibt also eine Auswahl für Laufwerke und Ordner wie "Meine Dokumente" oder "Meine Videos". Die Kacheln zeigen dabei jeweils eine animierte Vorschau des Inhalts an. Das Programm ist portabel, benötigt also keine Installation. Sie können es ausprobieren, ohne etwas am System zu verändern.

Vi Start: Startmenü für Windows XP und 8

Das kostenlose Programm Vi Start eignet sich vor allem für Nutzer von Windows XP und Windows 8. Das Programm zeigt ein Startmenü an, das dem von Windows 7 gleicht. Es gibt also ein Suchfeld, über das sich Programme schnell aufspüren und starten lassen. Unter "Alle Programme" sehen Sie wie gewohnt die installierten Programme, und das Hauptfenster des Startmenüs füllt sich nach und nach mit den zuletzt benutzten Anwendungen. Die Menüpunkte tragen deutsche Beschriftungen, das Kontextmenü ist dagegen englischsprachig.

Everything: Dateien blitzschnell finden

Wenn es Ihnen vor allem um die Suche nach Datei- und Ordnernamen geht, bietet das Such-Tool Everything eine bessere Lösung als der Windows-Explorer. Das Tool nutzt die Master File Table (MFT) der Festplatten als Datei-Index, arbeitet also ohne eigenen Suchindex und ist deshalb immer aktuell und pfeilschnell. Einzige Einschränkung: Es funktioniert nur auf lokalen NTFS-Laufwerken.

Nach dem ersten Aufruf muss Everything zuerst die Festplatten erfassen. Das kann abhängig von der Anzahl der Dateien eine kurze Zeit dauern. Danach überwacht Everything, so lange das Tool läuft, Änderungen im Dateisystem in Echtzeit. Geben Sie einen oder mehrere beliebige Teile eines Datei- oder Ordnernamens in das Suchfeld ein. Sie erhalten augenblicklich eine Ergebnisliste, die Sie durch zusätzliche Eingaben filtern können.

Ausführliche Hinweise zur Suchsyntax bietet eine englischsprachige Hilfe (Taste F1 drücken). Für die meisten Zwecke reicht es, einen oder mehrere Namensteile einzugeben: Wie bei allen Suchmaschinen und Desktop-Suchen üblich ist auch bei Everything " UND" der Standardoperator. Das Programm lässt sich auch im Windows-Explorer über den Kontextmenüeintrag "Search Everything" eines Ordners aufrufen, um die Suche gleich auf diesen zu beschränken.

File Menu Tools: Nützliche Dateiwerkzeuge

Der Windows-Explorer bietet nur unzureichende Funktionen, wenn Sie Dateien nach einem bestimmten Muster umbenennen, löschen oder Ordnerinhalte abgleichen möchten. Besser geht’s mit der Explorer-Erweiterung File Menu Tools. Im Setup-Programm wählen Sie zuerst "English" und klicken auf "Aceptar". Nach Abschluss der Installation entpacken Sie das deutsche Sprachpaket in den Ordner "Lang" des Installationsverzeichnisses, etwa nach C:\Program Files\Lopesoft\Filemenu Tools\lang.

Starten Sie das Programm, und wählen Sie "Options ➞ Language ➞ German". Im Folgenden sehen Sie eine umfangreiche Liste an neuen Datei- und Ordnerfunktionen, die Sie später bequem im Windows-Explorer erreichen. Wenn Sie etwa mehrere Dateien umbenennen möchten, markieren Sie diese im Explorer, klicken die Markierung mit der rechten Maustaste an, und wählen " FileMenu Tools ➞ Erweitertes Umbenennen". Im folgenden Fenster können Sie festlegen, nach welchem Muster die gewählten Dateien umbenannt werden sollen.

Stexbar: Extra-Schaltflächen für den Explorer

Stexbar bietet den schnellen Zugriff auf wichtige Windows-Funktionen über eine zusätzliche Symbolleiste im Windows-Explorer sowie weitere Einträge im Explorer-Kontextmenü. So gibt es etwa eine Schaltfläche, über die sich mit einem Mausklick neue Ordner erstellen lassen. Das ist vor allem für Windows XP und Vista nützlich, da hier anders als bei Windows 7 eine Schaltfläche dafür fehlt. In Windows 8 gibt es diese zwar, aber dazu muss man erst das Menüband aufklappen.

Die Stexbar-Symbolleiste lässt sich zudem mit benutzerdefinierten Befehlen bestücken. Sie bietet nützliche Funktionen zum Umbenennen mehrerer Dateien nach komplexen Regeln und Schaltflächen, über die sich der gerade markierte Dateiname oder Pfad in die Zwischenablage kopieren lässt. Nach der Installation des Programms schließen Sie alle Explorer- und Internet-Explorer-Fenster.

Rufen Sie dann den Windows-Explorer mit Win-E auf, und gehen Sie auf "Ansicht, Symbolleisten, StExBar". Die neue Symbolleiste erscheint am rechten Rand und lässt sich mit der Maus an die gewünschte Position ziehen. Die Einstellung "Ansicht, Symbolleisten, Symbolleisten fixieren" darf dabei nicht aktiv sein. In Windows 8 blenden Sie die Symbolleiste über "Ansicht ➞ Optionen ➞ StexBar" ein.

Teracopy: Dateien mit Stapelfunktion besser und schneller kopieren

Der Windows-Explorer als Dateimanager beherrscht ausgerechnet eine Disziplin nur unzureichend: Das Kopieren oder Verschieben von Dateien. Obwohl Microsoft diese Funktion in den unterschiedlichen Windows-Versionen ständig verändert hat, genügt sie immer noch nicht den Ansprüchen von vielen Nutzern. Abhilfe schafft das für private Nutzer kostenlose Tool Teracopy. Seine wichtigste Funktion: Teracopy kann Dateien und Ordner aus verschiedenen Quellen nacheinander kopieren. Sie können beispielsweise nacheinander den Kopiervorgang für unterschiedliche Ordner von der Festplatte auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte einleiten. Teracopy wartet jeweils, bis der vorherige Kopierauftrag abgearbeitet ist, und fährt dann mit dem Nächsten fort.

Wenn Sie die Dateien gleichzeitig über den Windows-Explorer kopieren, würde der Vorgang deutlich länger dauern, weil die Köpfe der Festplatten dabei ständig hin und her fahren müssten. Teracopy bietet außerdem die Möglichkeit, Kopiervorgänge zu pausieren, und warnt rechtzeitig, wenn nicht genug Platz auf dem Zieldatenträger vorhanden ist. Teracopy integriert sich automatisch in den Windows-Explorer. Sie können mit dem Programm wie gewohnt per Drag & Drop oder mit den Tastenkombinationen Strg-C / Strg-V kopieren und einfügen.

Quelle: www.pcwelt.de
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